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PHP Extended Support: Warum Sie die Zusatzkosten Ihres Hosters nicht einfach hinnehmen sollten

03. September 2026 · Allgemein
Bildkomposition, leicht futuristisch mit dem Text PHP in der Mitte
Viele Provider nutzen die Unsicherheit ihrer Kunden aus und berechnen zusätzliche PHP-Gebühren, Bild: Funtap / shutterstock

Vielleicht haben Sie in den vergangenen Monaten eine E-Mail Ihres Hosting-Anbieters erhalten: Die von Ihrer Website verwendete PHP-Version wird nicht mehr regulär unterstützt. Künftig wird deshalb ein kostenpflichtiger „PHP Extended Support“ berechnet.

Was zunächst nach einer notwendigen zusätzlichen Hosting-Gebühr klingt, lässt sich in vielen Fällen vermeiden. Denn häufig ist gar kein Extended Support notwendig. Statt dauerhaft für den Betrieb einer veralteten PHP-Version zu bezahlen, sollte geprüft werden, ob die Website auf eine aktuelle PHP-Version umgestellt werden kann.

Gerade bei WordPress-Websites ist das häufig mit überschaubarem Aufwand möglich. Allerdings sollte die PHP-Version nicht einfach auf Verdacht im Hosting-Menü geändert werden. Vorher gilt es zu prüfen, ob WordPress, Theme und eingesetzte Plugins mit der neuen Version kompatibel sind.

Was ist PHP Extended Support überhaupt?

PHP ist eine der technischen Grundlagen, auf denen WordPress basiert. Vereinfacht gesagt verarbeitet PHP auf dem Webserver zahlreiche Funktionen, bevor die fertige Website an den Browser des Besuchers ausgeliefert wird.

Wie andere Software wird auch PHP kontinuierlich weiterentwickelt. Neue Versionen erscheinen, ältere Versionen werden irgendwann nicht mehr regulär unterstützt.

Hosting-Anbieter ermöglichen ihren Kunden teilweise trotzdem, ältere Websites weiterzubetreiben. Dafür bieten verschiedene Provider einen sogenannten PHP Extended Support an. Der Hoster übernimmt dabei die weitere Absicherung alter PHP-Versionen und berechnet dafür eine zusätzliche Gebühr.

Das ist grundsätzlich ein sinnvolles Angebot für Websites, die aus technischen Gründen kurzfristig noch nicht aktualisiert werden können. Als Dauerlösung sollte man es jedoch nicht betrachten.

Warum bekommen derzeit so viele Website-Betreiber diese Nachricht?

Der Grund ist meist einfach: Die aktuell verwendete PHP-Version hat das Ende ihres regulären Lebenszyklus erreicht.

Wer auf die entsprechende Nachricht des Hosting-Anbieters nicht reagiert, betreibt seine Website unter Umständen einfach mit der bisherigen PHP-Version weiter und zahlt künftig die zusätzliche Gebühr für den Extended Support.

Technisch funktioniert die Website damit zunächst weiterhin. Das eigentliche Problem wird dadurch aber lediglich verschoben.

Extended Support bezahlen oder PHP aktualisieren?

Genau diese Frage sollte man sich stellen, bevor man die zusätzlichen Kosten einfach akzeptiert.

Wenn eine WordPress-Website technisch aktuell gehalten wurde, spricht häufig wenig dagegen, sie auf einer aktuellen PHP-Version zu betreiben.

Läuft eine Website dagegen noch mit einer älteren PHP-Version, sollte man sich deshalb zunächst fragen:

Warum benötigt meine Website überhaupt noch diese alte PHP-Version?

Manchmal lautet die Antwort schlicht: Weil sich seit längerer Zeit niemand darum gekümmert hat.

In anderen Fällen gibt es jedoch einen konkreten technischen Grund. Ein altes Plugin, ein nicht mehr gepflegtes Theme oder individuell programmierte Funktionen können mit einer neueren PHP-Version Probleme verursachen.

Und genau deshalb sollte die PHP-Version nicht einfach blind umgestellt werden.

Einfach im Hosting eine neue PHP-Version auswählen?

Bei vielen Hosting-Anbietern lässt sich die PHP-Version mit wenigen Klicks ändern. Das verleitet dazu, die Warnmeldung des Providers zu öffnen, eine aktuelle Version auszuwählen und auf „Speichern“ zu klicken.

Das kann funktionieren.

Es kann aber auch dazu führen, dass anschließend Teile der Website nicht mehr funktionieren oder im schlimmsten Fall nur noch eine Fehlermeldung beziehungsweise eine weiße Seite erscheint.

Vor einer Umstellung sollte deshalb unter anderem geprüft werden:

  • Ist die eingesetzte WordPress-Version aktuell?
  • Sind Theme und Plugins mit einer aktuellen PHP-Version kompatibel?
  • Werden Plugins verwendet, die seit längerer Zeit nicht mehr gepflegt werden?
  • Gibt es individuelle PHP-Anpassungen oder Funktionen im Theme?
  • Treten bereits PHP-Warnungen oder andere technische Fehler auf?
  • Existiert ein aktuelles Backup, mit dem sich die Website im Problemfall wiederherstellen lässt?

Erst anschließend sollte die PHP-Version geändert und die Website ausführlich getestet werden.

Was sollte nach der PHP-Umstellung getestet werden?

Nur weil die Startseite nach der Umstellung noch angezeigt wird, bedeutet das nicht automatisch, dass die gesamte Website problemlos funktioniert.

Nach einer PHP-Umstellung sollten deshalb insbesondere wichtige Seitentypen und Funktionen kontrolliert werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • Kontakt- und Anfrageformulare
  • Navigation und mobile Darstellung
  • Login-Bereiche
  • Suchfunktionen
  • individuell programmierte Funktionen
  • Newsletter- oder Buchungssysteme
  • Shop-Funktionen und Bestellprozesse

Bei WooCommerce-Websites ist besondere Vorsicht sinnvoll. Warenkorb, Checkout, Zahlungsanbieter, E-Mails und weitere zentrale Funktionen sollten nach einer Umstellung getestet werden.

Zusätzlich lohnt sich ein Blick in die PHP- und WordPress-Fehlerprotokolle. Manche Probleme sind für Besucher zunächst gar nicht sichtbar, werden dort aber bereits protokolliert.

Eine alte PHP-Version kann ein Warnsignal für die gesamte Website sein

Die Nachricht über den PHP Extended Support hat deshalb auch einen positiven Nebeneffekt: Sie macht auf Websites aufmerksam, deren technische Basis möglicherweise schon länger nicht überprüft wurde.

Wenn eine WordPress-Installation nur deshalb eine ältere PHP-Version benötigt, weil Theme oder Plugins ebenfalls seit Jahren nicht aktualisiert wurden, ist die zusätzliche Hosting-Gebühr meist nicht das eigentliche Problem.

Dann sollte die Website insgesamt überprüft werden.

Dabei geht es nicht darum, zwangsläufig eine neue Website zu erstellen. Häufig reichen Updates, der Austausch einzelner veralteter Plugins, kleinere Anpassungen und anschließend die Umstellung auf eine aktuelle PHP-Version.

Bei sehr alten Installationen kann sich dagegen zeigen, dass eine umfangreichere technische Überarbeitung sinnvoll ist.

Extended Support ist eine Übergangslösung – keine Wartungsstrategie

PHP Extended Support hat durchaus seine Berechtigung.

Wenn eine geschäftskritische Website aufgrund einer älteren Anwendung nicht kurzfristig aktualisiert werden kann, kann ein abgesicherter Weiterbetrieb sinnvoll sein.

Der Extended Support verschafft in solchen Situationen Zeit.

Diese Zeit sollte allerdings genutzt werden, um die Website für eine aktuelle PHP-Version vorzubereiten.

Einfach dauerhaft zusätzliche Gebühren für eine technisch veraltete Umgebung zu bezahlen, löst das zugrunde liegende Problem nicht.

Sie haben eine Nachricht zu PHP Extended Support erhalten?

Wenn Ihr Hosting-Anbieter Ihnen zusätzliche Kosten für eine veraltete PHP-Version angekündigt hat, kann ich Ihre WordPress-Website überprüfen.

Dabei kläre ich unter anderem, welche PHP-Version derzeit verwendet wird, ob WordPress, Theme und Plugins mit einer aktuellen Version kompatibel sind und ob vor der Umstellung Anpassungen erforderlich sind.

Anschließend kann die PHP-Version kontrolliert aktualisiert und die Website auf mögliche Fehler getestet werden.

So lässt sich in vielen Fällen nicht nur der kostenpflichtige PHP Extended Support vermeiden, sondern gleichzeitig die technische Basis der WordPress-Website auf einen aktuellen Stand bringen.

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Sie haben eine entsprechende Nachricht von STRATO, IONOS oder einem anderen Hosting-Anbieter erhalten und wissen nicht, ob Sie den Extended Support benötigen?

Schicken Sie mir einfach die Nachricht Ihres Providers oder die Adresse Ihrer Website. Ich prüfe, welche Schritte sinnvoll sind.

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